Der Antirassismusnovelle müssen Taten zum Schutz vor rassistischer Diskriminierung folgen - Beratungsstelle für Diskriminierungsbetroffene wird fünf Jahre alt

Freitag, 21. März 2014

Rassistische Diskriminierung findet in der Mitte der Gesellschaft und in allen Lebensbereichen statt. Abwertung, Ausgrenzung, Benachteiligungen erleben Menschen mit Migrationshintergrund in unserem Bundesland tagtäglich und sie beeinträchtigen ihre Lebensqualität entscheidend. Im Jahr 2009 gründete der Verein Opferperspektive mit Unterstützung der Landesintegrationsbauftragten eine Beratungsstelle für Betroffene von rassistischer Diskriminierung. Aus den Erfahrungen heraus stellen wir fest, Brandenburg braucht:

  • Mehr Mitarbeiter_innen in Behörden mit Migrationhintergrund. Nur so ist eine nachhaltige interkulturelle Öffnung der Behörden zu erreichen, von der positive Impulse in die Gesellschaft ausgehen könnten.
  • Ein Landesantidiskriminierungsgesetz. Eine umfassend ausgestattete Landesantidiskriminierungsstelle als Beschwerdestelle für Betroffene von rassistischer Diskriminierung mit weitreichenden Kompetenzen.
  • Angemessen ausgestattete Beratungsstellen, die Betroffene in Brandenburg über rechtliche Mittel und andere Interventionsmöglichkeiten, mit denen sie sich gegen Diskriminierungen wehren können, informieren und dabei unterstützen. Derzeit gibt es nur unsere Beratungsstelle, die nach den Standards des Antidiskriminierungsverbandes Deutschland arbeitet und mit zwei 20-Stundenstellen ausgestattet für ganz Brandenburg zuständig ist.