Lesung: Daughters and Sons of Gastarbeiter - Geschichten von damals...

Montag, 18. September 2017

Lesung am Mittwoch, den 27.09.2017, 19 Uhr im T-Werk, Schiffbauergasse 4E, 14467 Potsdam

Eintritt frei. Anmeldung per E-Mail wird erbeten: s.gruenwald@opferperspektive.de

Sie folgten ihren Eltern aus den Dörfern Anatoliens, Südeuropas, des Balkans nach Deutschland oder kamen in einem Arbeiterviertel der Bundesrepublik zur Welt. Ihre Väter und Mütter sollten in Deutschland als *Gastarbeiter* den Wirtschaftsaufschwung beflügeln. Ihr Kapitel ist ein wichtiger Teil der deutschen Nachkriegsgeschichte. Höchste Zeit, ihren Erinnerungen ein Forum zu bieten! Die Töchter und Söhne blicken zurück: In Lesungen erzählen sie persönliche Geschichten und lassen sie mit Bildern aufleben.

Daughters and Sons of Gastarbeiters ist eine Literaturplattform, die im Januar 2015 in Berlin ins Leben gerufen wurde. Die Berliner Autoren Cicek Bacik, Zoran Terzic, Shlomit Tulgan, Didem Yüksel und Koray Yilmaz-Günay bieten in künstlerisch-performativer Form autobiografische Geschichten aus ihrer Familiengeschichte dar. Die Erzählungen der Autoren werden dabei von Bildprojektionen aus dem Familienalbum, Bühnenbild, Film und Musik begleitet und eröffnen einen Diskurs über
das Selbstverständnis und die Relevanz der Einwanderer in der deutschen Gesellschaft. In einer Zeit, in der in öffentlichen Debatten ethnische und religiöse Hintergründe eine immer größere Rolle spielen, erscheint es umso wichtiger, den Blick auf die konkrete Lebenswirklichkeit von Menschen mit Migrationserfahrung zu richten, um gängige Überfremdungsrhetoriken und Ausgrenzungsmechanismen ins Leere laufen zu lassen. Gastarbeiter steht dabei als Synonym für die erwobenheit von Arbeitszeit und Arbeitsort mit der Biografie eines jeden Menschen. Die erzählten Geschichten sollen einerseits einen Beitrag zur Erinnerungskultur in Deutschland leisten und damit das Selbstverständnis der Einwanderer in der deutschen Gesellschaft festigen.

Eine Veranstaltung der Antidiskriminierungsberatung Brandenburg / Opferperspektive e.V.