Unser Beratungsangebot

Die Organisation Opferperspektive unterstützt seit 1998 Opfer von rechtsmotivierter Gewalt. Im September 2009 eröffnete die Opferperspektive eine weitere Beratungsstelle: die Antidiskriminierungsberatung Brandenburg, eine landesweite aufsuchende Beratung für Betroffene von rassistischer Diskriminierung.

Der Bedarf an Unterstützung in Fällen von Diskriminierung ist hoch. Verglichen mit anderen Bundesländern leben in Brandenburg nur wenige Flüchtlinge, Migrant_innen und Menschen mit Migrationshintergrund und diese weit verstreut. Es gibt wenige Orte, Communities oder Organisationen, in denen sie sich zusammenfinden. Sie alle haben unterschiedliche Herkünfte und Geschichten. Was sie eint ist, dass sie oft vereinzelt in einem weißen mehrheitsdeutschen Umfeld leben und in vielen Bereichen ihres Lebens alltägliche, strukturelle und institutionelle rassistische (und mehrdimensionale) Diskriminierung erfahren.

Mit der Definition des Antidiskriminierungsverbandes Deutschland (advd) beschreibt die Antidiskriminierungberatung Brandenburg Diskriminierung als „Unterscheidung, Ausschluss, Beschränkung oder Bevorzugung, die zum Ziel oder zur Folge hat, dass dadurch ein gleichberechtigtes Anerkennen, Genießen oder Ausüben von Menschenrechten und Grundfreiheiten im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder jedem sonstigen Bereich des öffentlichen Lebens vereitelt oder beeinträchtigt wird. Diskriminierung trifft Menschen aufgrund ihrer (zugeschriebenen) ethnischen Herkunft, ihrer Nationalität, ihrer Sprache, ihres Aufenthaltsstatus, ihrer Hautfarbe oder äußeren Erscheinung, ihres Geschlechts, ihrer Religion und Weltanschauung, ihres sozialen Status, ihres Familienstandes, ihrer Behinderung, ihres Alters oder ihrer sexuellen Identität. Auch können Menschen von Diskriminierung betroffen sein, weil sich mehrere dieser Merkmale in ein und derselben Person verbinden (mehrdimensionale Diskriminierung)“ (advd 2010: 5). Diese Definition und der Arbeitsansatz der Antidiskriminierungberatung Brandenburg gehen bewusst über die juristischen Bestimmungen der EU-Gleichbehandlungsrichtlinien und des deutschen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) hinaus.

Die Menschen, die sich an die Antidiskriminierungsberatung Brandenburg wenden, berichten von rassistischen Diskriminierungen und mehrdimensionalen Diskriminierungen in nahezu allen Lebensbereichen, wie zum Beispiel im Bereich Wohnungsmarkt, Arbeitsmarkt, Schule/Ausbildung, Sport/Freizeit, Gesundheitsversorgung, Güter/Dienstleitungen, staatliche Institutionen und Ämter/Behörden, soziale Einrichtungen, im öffentlichen Raum sowie von rassistischen Beleidigungen und Bedrohungen. Rassistische Diskriminierung beeinflusst ihr Leben massiv und der Umgang damit stellt eine existentielle Herausforderung dar. Hier will Antidiskriminierungsarbeit mit Empowerment, Beratung, parteilicher Intervention und öffentlicher Thematisierung individuelle Unterstützung bieten und gesellschaftliche Veränderungsprozesse anstoßen.

Wenn Sie diskriminiert werden, wenden Sie sich an uns und wir unterstützen Sie!

Wir bieten:

Beratung

Empowerment und Vernetzung

Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit

Wir kommen zu Ihnen, an einen Ort Ihrer Wahl im Land Brandenburg. Wir beraten kostenlos, mehrsprachig, vertraulich, unabhängig und auf Ihrer Seite stehend!

In den folgenden Dokumenten finden Sie weitere Informationen zu unserem Beratungsangebot: